ADHS-alles was du wissen musst

ADHS ausgesprochen auch Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung ist die häufigste kinderpsychatrische Erkrankung, die in allen Altersgruppen auftreten kann. Es ist durch Unaufmerksamkeit, gesteigerte Impulsivität und Störung der motorischen Aktivität gekennzeichnet. Die Symptome können unterschiedlich stark auftreten. Die Störungen zeigen sich in allen Bezugssystemen, insbesondere auch im Leistungsbereich in der Schule und im Beruf. Klick
Wie äußert sich ADHS im Alltag?
ADHS Patienten können Informationen in ihrem Umfeld nicht angemessen filtern. Durch ständig neue Reize sind Konzentration und Daueraufmerksamkeit gestört.
Wie kann ADHS behandelt werden?
ADHS ist nicht heilbar, aber mit einer Therapie behandelbar. Man sollte so früh wie möglich mit der Therapie beginnen. Das Ziel der Therapie ist ,dass die Beeinträchtigungen im Alltag vermindert werden, gleichzeitig soll der Patient lernen mit seinen Fähigkeiten umzugehen.
Wie wird die Therapie mit dem Alter angepasst?
Bei Kindern bis fünf Jahre stehen Beratung und Training der Eltern im Umgang mit ihren Kindern sowie ergo- und heilpädagogische Maßnahmen im Vordergrund. Bei Schulkindern stehen am Anfang zunächst Aufklärung, Beratung und ´Coaching´. Dabei ist es wichtig, die Lehrer mit einzubeziehen.
Was verursacht bzw. verstärkt ADHS?
Es ist wissenschaftlich belegt, dass ADHS überwiegend als Folge einer neurobiologischen Funktionsstörung im Gehirn entsteht. Umwelteinflüsse wie die Zunahme von Reizen, das hohe Tempo der heutigen Gesellschaft, fehlende Alltagsstrukturen oder ein gestörtes Familiengefüge können zwar zu einer Verstärkung der Verhaltensauffälligkeiten führen, sind aber laut Expertenmeinung niemals alleinige Ursache einer ADHS Störung.
Wer ist eigentlich genau Betroffen?
Rund 4-6% aller Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren sind von ADHS betroffen. Das sind rund 500.000 ADHS Patienten. Es sind hauptsächlich Jungen von ADHS betroffen und wenige Mädchen. Bei Mädchen ist es eher eine verträumte Unaufmerksamkeit und bei Jungen eher impulsiv und hyperaktiv.
Rungtip und Svenja (10F)