· 

Nummer 4167 - hinter jeder Nummer steht ein Schicksal

Am 23.01.2019 hatten die 9. und 10. Klassen der W.I.R die Ehre, an einem Vortrag einer Holocaust Zeitzeugin teilzunehmen.

Klick
Eva Franz, geboren 1940, eine Auschwitz- Überlebende, die die Geschichte ihrer Eltern weiterzählt. Unterstütz wurde sie von der Moderatorin Birgit Mair. Eva ist eine Sinti und Roma und wurde deshalb von den Nazis verfolgt. Im Jahre 1942 wurden zahlreiche der Sinti und Roma und Juden in Konzetrationslager deportiert und getötet. Eva und ihre Familie kamen nach Auschwitz in den Block 25. Dort bekam Eva als Baby mit heißer Tinte und einer Feder eine Nummer in den Arm tätowiert „4167“.
Dies diente der Gruppierung und Kenntlichmachung der Gefangenen in den Konzentrationslagern. Viele Leute überlebten Auschwitz nicht, ebenso auch Evas Schwester Anna. Im KZ ging es der Familie schlecht. Evas Vater wurde vor ihren Augen ausgepeitscht, da er erwischt wurde, wie er anderen Kindern half zu überleben.
Evas Mutter musste viel arbeiten, hat sie aber nie aus den Augen gelassen. Als Eva und ihre Mutter nach Ravensbrück gekommen sind, ging es Evas Mutter immer und immer schlechter. Kurz darauf wurden sie nun von Ravensbrück nach Fulda geschickt. Dort wurde Eva von ihrer Mutter getrennt und ist zu einer Frau gekommen. Kurze Zeit später starb Evas Mutter in Belsen. Nach diesem schlimmen Verlust wurde Evas Vater kontaktiert, der Eva unter großem Aufwand endlich wieder zu sich holen durfte.
Mit 10 Jahren durfte Eva schließlich wie ein normals Kind leben und zur Schule gehen, nachdem sie lange Zeit in verschiedenen Lagern war. Eva litt unter einer nervlichen Belastung und hat nie eine wirkliche Entschädigung bekommen. Mit 17 Jahren heiratete Eva und heute hat sie fünf Kinder, die sich jeden Tag bei ihr melden und sich sehr um sie kümmern.
Nach dieser bewegenden Geschichte sind wir Eva dankbar, dass sie bereit war, uns ihre Geschichte zu erzählen, und wünschen ihr für ihre Zukunft alles Gute.
Anja und Maja 9B